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Häufig gestellte Fragen

Wenn Männer zu schnell kommen: Vorzeitiger Samenerguss / Ejaculatio präcox

Hans S. 47 Jahre, kommt seit seiner Jugend zu früh beim Sex und würde gerne wissen, wie es dazu kommt und was er dagegen machen kann.

Mehr als ein Drittel aller Männer leiden hin und wieder unter einem Vorzeitigen Samenerguss – für 14% stellt er eine dauerhafte Beeinträchtigung ihres Sexuallebens dar. Organische Ursachen sind in der Regel selten (um die 2%) und leicht behandelbar.

Die Hintergründe für den Vorzeitigen Samenerguss (V.S.) sind demnach überwiegend im psychischen Bereich zu suchen. Der V. S. ist ein Hinweis darauf, dass der betroffene Mann mit seiner eigenen Person unzufrieden ist und anders sein will, als er ist: er strebt beständig und mit einem starken inneren Drang danach, in allen Lebensbereichen mehr leisten zu können, als er eigentlich in der Lage ist. Da er seine Maßstäbe jedoch immer höher ansetzt, kommt er nie an seinem Ziel an.

Hinzu kommt, dass diese Männer gerade im partnerschaftlichen Bereich harmoniesüchtig sind und daher jeder – wenn auch nötigen – privaten Auseinandersetzung lieber aus dem Weg gehen. Um des lieben Friedens willen sind sie auch bereit, auf eigene Ansichten und Bedürfnisse zu verzichten. Beständig versuchen sie „lieb“ zu sein und immer das „Richtige“ zu machen.

Die dadurch entstehende innere Grundspannung findet kein adäquates Ventil: der Körper „sucht“ sich im sexuellen Bereich eine schnelle Spannungsabfuhr über den Vorzeitigen Samenerguss.

Sexualtherapie mit den betroffenen Männern bedeutet hier:

- vorübergehendes Vermeiden der misslichen sexuellen Situation des V. S.

- Information der Partnerin über die Hintergründe des V.S.

- Reduzierung der Ansprüche an sich selber auf ein realistisches Maß

- Erlernen von effektiven und friedvollen Formen partnerschaftlicher Streit- Kultur

Innerhalb des überschaubaren Zeitraums von 3-6 Monaten kann der betroffene Mann so seinen V.S. erfolgreich bekämpfen.

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